Boardentwicklungsmethoden


 

Mit der Komplexität der FPGAs ist auch die der Leiter-platten angestiegen. Die FPGAs haben eine typische Anzahl von 210 bis 400 nutzbarer Anschlusspins. Sehr große FPGAs warten mit 600 bis 1200 nutzbarer Anschlußpins auf. Gleichzeitig arbeiten normale IOs mit Bitraten von ca. 200-300 MHz, differentielle IOs mit LVDS Pegel gehen von 625 bis 1225 MHz. Die besonders schnellen GTX/GTH Transceiver arbeiten in Bereichen von 1 bis 13 GHz.

Die Kombination aus vielen IOs mit hohen Arbeitsfrequenzen stellt große Herausforderungen an das Layout. Zentrale Themen sind: Auswahl der richtigen Leiterplattentechnologie, Lagenaufbau,Leiterbahnführung und die Simulation kritischer Strecken. 


Die Schaltungen werden nach Kundenspezifikation entwickelt. Zunächst wird ein Konzept entwickelt und vom Kunden freigegeben. Anschließend wird die Schaltung ausentwickelt und als Schaltbild eingegeben. Die Auswahl der Bauteile erfolgt in enger Abstimmung mit dem Kunden. Wichtige Kriterien sind hier: Technische Anforderungen (Funktion, Temperatur, Spannungen, Stromverbrauch), Kurz- und langfristige Lieferbarkeit, Qualität und die Bauteilekosten.

Das Layout einer komplexen Leiterplatte erfordert spezielle Werkzeuge und einen erfahrenen Layouter. Um dieses Know-how und die notwendige Ausrüstung nicht ständig vorhalten zu müssen, werden hier externe Dienstleister zugezogen. Allerdings werden alle kritischen Stellen des Layouts unter der engen Führung des verantwortlichen Array Electronics Entwicklers ausgelegt, damit das Ziel einer auf Anhieb funktionierenden Schaltung realisiert werden kann.

Der Kunde ist muss sich nicht um die technischen Details, Bauteilebeschaffung und Bestückung kümmern. Geliefert werden bestückte Leiterplatten, die bereit sind für die Inbetriebnahme. Die Erst-Inbetriebnahme erfolgt in aller Regel durch Array Electronics, die Inbetriebnahme aller Funktionen wird nach Vereinbarung durchgeführt.

Fehlerhafte Auslegung, Bestückung oder Dimensionierung können dabei nicht ausgeschlossen werden. Die dokumentierten Arbeitsschritte und –methodik in Verbindung mit der Erfahrung minimieren aber die Entwicklungsrisiken erheblich. 
Nach Abrechnung erhält der Kunde alle Produktions-unterlagen und erhält sich so seine Unabhängigkeit.